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Praxisprojekt: Talsperren-Monitoring im Südschwarzwald

Studierende des M. Sc. Studiengangs Geodäsie und Geoinformatik am KIT führen erfolgreiche Überwachungs-messung mit anschließender Deformationsanalyse an der Linachtalsperre der Stadt Vöhrenbach im Südschwarzwald durch.

Wir Studierende blicken auf eine erfolgreiche Projektübung im Schwarzwald zurück. Genau wie in den Jahren zuvor wurde an die Teilnehmer der Lehrveranstaltung „Schätztheorie und projektbezogene Datenanalyse“ im Masterstudiengang Geodäsie und Geoinformatik am KIT die Aufgabe herangetragen, die Linachtalsperre der Stadt Vöhrenbach mit hochpräzisen geodätischen Messverfahren zu überwachen und Aussagen über das Bewegungsverhalten der Staumauer abzuleiten.

In diesem Jahr 2017 waren wir elf studentische Teilnehmer aus insgesamt vier Nationen (Albanien, China, Deutschland, Iran). Selten war das Projekt im Linachtal so international geprägt. Betreut wurden wir bei unseren selbstständig durchgeführten Arbeiten von drei kompetenten Mitarbeitern des Geodätischen Instituts am KIT sowie einem Mitarbeiter des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Stuttgart. Unsere Gruppe ist mit heterogenem Vorwissen zur Praxisübung angereist. Die Projektübung bot daher für einige Studierende eine gute Möglichkeit, sich mit modernen, hochpräzisen Vermessungsinstrumenten erstmalig vertraut zu machen.

Die Messungen und Ergebnisse des Projektes an der Linachtalsperre werden von offizieller Seite, dem Regierungspräsidium Freiburg im Breisgau, weiterverwendet. Die Relevanz und der Praxisbezug steigerten unser Verantwortungsbewusstsein und hielten unsere Motivation und Sorgfalt bei Messung und Auswertung auf einem konstant hohen Niveau. Die angewendeten Messverfahren waren sehr vielfältig (z.B. Präzisionsnivellement, terrestrische Satzmessungen, Zenitlotung), was hohe Ansprüche an die Kommunikation untereinander und die Koordinierung der Arbeitsschritte stellte.

Nicht nur durch die Zusammenarbeit in der Vermessungspraxis wuchs unser Semester enger zusammen, auch das gemeinsame Kochen und das gemütliche Beisammensein in den Abendstunden bleiben uns positiv in Erinnerung. Die Praxisphase im Schwarzwald hat die positiven Nebeneffekte, das Stadtleben für einige Tage hinter sich zu lassen und sich dem idyllischen Landleben widmen zu können. So bot der Schwarzwald für einen Teil der internationalen Studierenden einen bislang verborgen gebliebenen Einblick in die einheimische Tier- und Pflanzenwelt und die Möglichkeit, die frische Schwarzwaldluft in vollen Zügen genießen zu können.

   
  Foto: Eva Majer  
       
  Foto: Jakob Weisgerber   Foto: Jakob Weisgerber   Foto: Eva Majer  
       
  Foto: Eva Majer   Foto: Vahid Sadeghbin   Foto: Jakob Weisgerber