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Michael Illner
Studienberatung
Dr.-Ing. Michael Illner

Raum: 042 (Geb. 20.40)
Tel. +49 721 608 42313
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Broschüre "Studium Geodäsie und Geoinformatik"
Broschüre "Studium Geodäsie und Geoinformatik"
Broschüre "Studium Geodäsie und Geoinformatik" der DGK
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Einführung

 

Was ist Geodäsie und Geoinformatik

Der Studiengang „Geodäsie und Geoinformatik“ richtet sich an BewerberInnen mit einem fundierten Grundverständnis im NWT-Fächerkanon (z.B. Mathematik, Physik, Informatik, Technik) eng verknüpft mit geowissenschaftlichem Interesse. Geodäsie und Geoinformatik sind wichtige Zukunftstechnologien und von großer Bedeutung für Entscheidungsträger (z.B. Politik, Wirtschaft) und Gesellschaft. Die AbsolventInnen werden im Rahmen ihrer späteren ingenieurberuflichen Tätigkeit ebenso fachspezifische Herausforderungen (z.B. Industrievermessung, Datenmanagement, Navigation) erfolgreich bearbeiten wie auch wichtige Beiträge zur Lösung drängender Umweltfragen, die die Dynamik des Systems Erde betreffen (z.B. Wasserkreislauf, Geodynamik), leisten und damit zur Entwicklung und nachhaltigen Sicherung natürlicher Ressourcen beitragen. Definiert wird die Geodäsie als „…die Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erde – in Flächen, Punkten, Markierungen.“ In der Geoinformatik werden diese Geodaten modelliert, verwaltet, visualisiert und analysiert.

 

Das Besondere an der Geodäsie und Geoinformatik ist der Raumbezug. Heute basieren über 70 Prozent der Entscheidungen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik auf raumbezogenen Daten (Geodaten). Wichtig für verlässliche Daten sind aber auch noch andere Faktoren, etwa die Genauigkeit, die Qualität oder der Zeitpunkt der Erfassung.

 

In der Geodäsie geben moderne Forschungsbereiche wie Fernerkundung, geodätische Sensorik und Satellitengeodäsie den Ton an. Die Geoinformatik beschäftigt sich mit Datenstrukturen und Algorithmen zur Verarbeitung von Geodaten. Beispielsweise sind riesige Datenmengen und komplexe Modelle erforderlich, um die Wasserversorgung für Mega-Cities sicher zu stellen. Hier kann die Geoinformatik beispielsweise durch Geodaten-Infrastrukturen Geodaten verfügbar machen und in Geoinformationssystemen (GIS) auf Karten oder in 3D-Modellen visualisieren und analysieren.

 

Geodaten können mit Hilfe einer virtuellen Umgebung in sog. 3D-Caves dargestellt und analysiert werden. Der digitale Globus Google Earth zeigt anschaulich, welche zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten die Geoinformatik bietet. Die Geoinformatik-Forschung beschäftigt sich auch mit der Modellierung, Verwaltung und Analyse sich bewegender Objekte, beispielsweise beim Rutsch eines Hanges.

 

Der standardisierte Datenaustausch und die Zusammenführung heterogener Geodaten aus verschiedenen Datenquellen ist eine neue zukunftsorientierte Herausforderung für die Geodäsie und Geoinformatik. Mobile und webbasierte Geoinformationssysteme treten immer mehr in den Vordergrund. Auch für den nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde und für die Analyse von Naturereignissen wie Vulkanausbrüchen, Erdbeben und anderen Naturgewalten sind Geoinformationen unumgänglich.